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"Passagiere zwischen Vergangenheit und Gegenwart"

Filmwoche im Metro-Kino Bregenz in Zusammenarbeit mit Jüdischem Museum Hohenems und Filmforum Bregenz

Pressegespräch Filmwoche 01
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Pressegespräch Filmwoche 02
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Pressegespräch Filmwoche 03
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Pressegespräch Filmwoche 04
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Bregenz, 23.4.2010. Basierend auf der Festspielthematik „In der Fremde“ und dem Schwerpunkt rund um den polnisch-russischen Komponisten Mieczysław Weinberg präsentieren die Bregenzer Festspiele von 23. bis 27. Juni 2010 eine Filmwoche im Metro Kino Bregenz.


In Zusammenarbeit mit dem Jüdischen Museum Hohenems und dem Filmforum Bregenz zeigen die Bregenzer Festspiele an fünf Tagen fünf Filme, die sich genauso wie Weinbergs Oper Die Passagierin, die im Sommer im Festspielhaus zu sehen ist, mit den verschiedensten Versuchen beschäftigen, den Holocaust zu verarbeiten und zu bewältigen. Im Vorfeld eines jeden Films steht eine Einführung des Direktors des Jüdischen Museums Hohenems, Hanno Loewy, oder des Intendanten der Bregenzer Festspiele, David Pountney.


"Weitere Facetten von Weinbergs erstaunlichem Werk"

Der Komponist Mieczysław Weinberg hat nicht nur den Holocaust am eigenen Leib erlebt, auch das Medium Film hat in seinem Leben eine zentrale Rolle gespielt: "Aufgrund seiner polnisch-jüdischen Wurzeln war Weinberg nie Teil des offiziellen Zirkels sowjetischer Komponisten. Also verdiente er sich seinen Lebensunterhalt mit dem Komponieren von Filmmusik. Aus Weinbergs Feder stammt die Musik einiger der noch heute berühmtesten Streifen der Sowjetzeit, darunter Die Kraniche ziehen und der Kinderzeichentrickfilm Pu der Bär", erklärt Intendant Pountney.

"Wir freuen uns daher sehr, gemeinsam mit dem Jüdischen Museum Hohenems und dem Filmforum Bregenz weitere Facetten von Weinbergs erstaunlichem Werk präsentieren zu können – mit fünf Filmen, die gleichzeitig die tragischen Ereignisse beleuchten, die das Leben des Komponisten entscheidend geprägt haben."


"Ringen um Anerkennung der Holocaust-Opfer wird zum Kinothema"

"Mit dem Eichmann-Prozess in Jerusalem und dem Frankfurter Auschwitz-Prozess werden Anfang der sechziger Jahre die traumatischen Erinnerungen an Auschwitz zum öffentlichen Ereignis. Die Täter und die Opfer von einst stehen sich nun öffentlich gegenüber – als Passagiere zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Und in Ost und West wird behauptet, die jeweils richtigen Lehren aus der Geschichte gezogen zu haben. Die fortwirkenden Leiden der Opfer und ihr Ringen um Anerkennung werden auch zum Thema im Kino. Und dies ganz besonders im osteuropäischen Film, der gerade beginnt, sich aus der ideologischen Erstarrung des Kalten Krieges zu lösen." Hanno Loewy, Direktor Jüdisches Museum Hohenems.



Erstes Film-Highlight am 23. Juni: Die Passagierin von Andrzej Munk

Auftakt und erstes Highlight der Reihe ist am 23. Juni der 1963 entstandene Film Die Passagierin des bekannten polnischen Regisseurs Andrzej Munk, der ebenso wie Weinbergs Oper auf dem gleichnamigen Roman der Auschwitzüberlebenden Zofia Posmysz beruht.

Es folgt am 24. Juni um 20.00 Uhr Das Ende unserer Welt von Wanda Jakubowska, am 25. Juni um 22.00 Uhr Die Kraniche ziehen, ein Film, zu dem Weinberg die Musik komponierte, am 26. Juni um 22.00 Uhr Vater des bekannten ungarischen Regisseurs Istvan Szabo und am 27. Juni um 10.00 Uhr der tschechische Film Transport aus dem Paradies, basierend auf einer Erzählung von Arnošt Lustig.



Zu sehen sind alle fünf Filme im Metro-Kino Bregenz, der Eintritt beträgt 7 Euro. Karten sind an der Abendkassa des Metro-Kinos oder unter Telefon +43 5574 718430 erhältlich.

Dokumente

Broschüre Filmwoche   (PDF, 6 MB)
© Bregenzer Festspiele

 Alle Informationen zur Filmwoche vom 23. - 27. Juni 2010.

Pressetext Filmwoche  (PDF, 61 KB)
© Bregenzer Festspiele