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Ein Revolutionsdrama von atemberaubender Geschwindigkeit

Umberto Giordanos "André Chénier" auf der Seebühne

Plakatmotiv Spiel auf dem See 2012
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Ulf Schirmer, muskalische Leitung 'André Chénier'
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Keith Warner, Regie 'André Chénier'
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David Fielding, Bühnenbild 'André Chénier'
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André Chénier Fotoprobe 2011 Bild 5
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André Chénier Fotoprobe 2011 Bild 7
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André Chénier Fotoprobe 2011 Bild 9
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André Chénier Fotoprobe 2011 Bild 10
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André Chénier Fotoprobe 2011 Bild 19
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André Chénier, das berühmteste Werk des italienischen Komponisten Umberto Giordano, ist gleichermaßen packend als leidenschaftliches Liebesdrama und als historischer Krimi. Die Oper rund um das Schicksals des gleichnamigen Dichters, eine historische Gestalt der Französischen Revolution, der 1794 während Robespierres Schreckensherrschaft tatsächlich  seinen Kopf verlor, ist auch im Sommer 2012 wieder auf der Bregenzer Seebühne zu sehen. Premiere ist am 19. Juli 2012.


In den Wirren der Revolution

Frankreich im Jahr 1789. Der Adel feiert, die Bürger murren. Und zwischen allen Stühlen: der Dichter André Chénier. Geliebt von den Reichen für seine einfühlsamen Verse, im Herzen aber ein Revolutionär.


Gezeichnet vor dem Hintergrund der Französischen Revolution ist André Chénier, uraufgeführt 1896 an der Mailänder Scala, ein historisches Drama von brillanter Schärfe und eine menschliche Tragödie von erschütternder Intensität; packend gleichermaßen als leidenschaftliches Liebesdrama und als historischer Krimi. Zentrale Gestalt der Oper ist der gleichnamige französische Dichter, die in den Wirren der französischen Revolution vom glühenden Anhänger zum erbarmungslos Verfolgten wird und am Ende, abgestoßen von den Exzessen der Gewaltherrschaft der Jakobiner, selbst auf der Guillotine endet. 


Vom Anhänger zum Verfolgten

Zu Beginn der Oper scheint die Welt des 18. Jahrhunderts noch in Ordnung: Die Aristokratie tanzt, und der junge Dichter André Chenier, obgleich den Idealen der neuen Revolutionsbewegung zugeneigt, verkehrt erfolgreich in den prachtvollen Salons der Familie de Coigny, in deren Tochter Maddalena er leidenschaftlich verliebt ist. Doch die politische Lage ist angespannt, längst beginnt sich der Schein der Revolution am Horizont abzuzeichnen; bald wird er dem sorglosen Leben ein jähes Ende bereiten


Fünf Jahre später tanzt niemand mehr. Paris zittert unter dem Regime Robespierres, die hochfliegenden Revolutionsideale Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit sind einer grausamen Gewaltherrschaft gewichen. Carlo Gérard, einst Diener der Familie Coigny und Chéniers Widersacher um die Liebe Maddalenas, ist zum Rädelsführer der Revolution aufgestiegen, während der Dichter wegen seiner Kritik an Robespierres Schreckensherrschaft verfolgt wird. Und so geraten Chénier und Maddalena ins Räderwerk der Geschichte, und das Einzige, was von ihrer Freiheit bleibt ist die Liebe – und mit ihr die tragische Entscheidung für den gemeinsamen Tod auf dem Schafott.


Flammender Überschwang der Gefühle

 Giordanos Musik, getragen von jähzorniger Begeisterung und flammendem Überschwang der Gefühle, gipfelt in einer Hymne an die Brüderlichkeit, an die Liebe – und an die Befreiung durch den Tod. Giordano ließ in seine Musik historische Tänze und Märsche aus der Zeit vor der Französischen Revolution genauso einfließen wie bekannte Revolutions-Klänge, darunter das "Ça ira" und die Marseillaise. Ergreifende Arien und atemberaubende Duette verleihen der Oper ihren einzigartigen Charakter.


Schirmer, Warner, Fielding

Am Pult der Wiener Symphoniker steht bei André Chénier ein weiteres Mal Ulf Schirmer, der zuletzt das Spiel auf dem See Tosca leitete und als Mitinitiator und Spezialist für das einzigartige Akustiksystem BOA (Bregenz Open Acoustics) gilt. Es inszeniert der Brite Keith Warner, für das Bühnenbild zeichnet sein Landsmann David Fielding verantwortlich. Die Kostüme stammen von der Amerikanerin Constance Hoffmann, das Licht von Davy Cunningham.


"Ein Meisterwerk – und wie für die Seebühne komponiert!"

"Es scheint, als sei André Chénier nur für die Seebühne komponiert worden! Diese Oper bietet die perfekte Mischung für diesen Ort: eine packende Handlung, Musik von höchster emotionaler Intensität und vier starke Charaktere, aufgerieben zwischen dem Luxus des Ancien Régime und der brutalen Politik der Französischen Revolution.

Im Zentrum steht der Dichter André Chénier, eine historische Figur und ein leidenschaftliches Individuum, das, eigentlich ganz seinem schöpferischen Geist als Dichter zugewandt, vom eigenen Gewissen dazu gezwungen wird, seine Hand ins Höllen-feuer der Geschichte zu halten. Sein Gegenspieler ist Carlo Gérard, einst Diener und nun revolutionärer Rädelsführer. Und da ist die junge Adelige Maddalena, die auf der Flucht vor den Aufständischen ist, unterstützt von ihrem Dienstmädchen Bersi, die sich als Prostituierte verdingt, um ihrer Herrin den Lebensunterhalt zu ermöglichen. Giordanos Musik ist Verismo allererster Güte und treibt den hochspannenden Plot mit atemberaubender Geschwindigkeit voran."
Intendant David Pountney



Spiel auf dem See 2012


Umberto Giordano
André Chénier


Premiere: 19. Juli 2012 - 21.15 Uhr

Weitere Aufführungen:

20. 21. 22. 24. 26. 27. 28. 29. und 31. Juli - 21.15 Uhr

2. 3. 4. 5. 7. 9. 10. 11. 12. 14. 17. und 18. August - 21.00 Uhr


Dauer: ca. 2 Stunden, keine Pause


Seebühne / Festspielhaus


Musikalische Leitung: Ulf Schirmer

Inszenierung: Keith Warner

Bühne: David Fielding

Kostüme: Constance Hoffman

Choreographie: Lynne Page

Licht: Davy Cunningham

Akustik: Wolfgang Fritz

Chorleitung Prager Philharmonischer Chor: Lukas Vasilek

Chorleitung Bregenzer Festspielchor: Benjamin Lack


Wiener Symphoniker

Prager Philharmonischer Chor

Bregenzer Festspielchor

Akrobaten, Luftakrobaten

Stunt Rigger, Statisterie



Preise So - Do: EUR 272*/190*/112*/90/70/48/28
Preise Fr & Sa:
EUR 288*/205*/132*/110/90/70/48


Einen detaillierten Sitzplan der Seebühne finden Sie in unserem Prospekt oder auf www.bregenzerfestspiele.com

*Karten dieser Kategorien sind bei Absage oder einer Spielzeit der Seeaufführung unter 90 Minuten für die halbszenische Version von André Chénier im Festspielhaus gültig und werden nicht rückerstattet.

Karten aller anderen Kategorien sind nur für die Aufführung auf der Seebühne gültig. Bei einer Verlegung der Aufführung ins Festspielhaus erhalten Besitzer dieser Karten dann den Kartenwert rückerstattet (oder Umtausch auf einen späteren Termin), wenn die Aufführung auf der Seebühne nicht bzw. kürzer als 60 Minuten gespielt worden ist.



(bk)

Dokumente

Interview Ulf Schirmer  (PDF, 113 KB)
© Bregenzer Festspiele / Babette Karner

Ulf Schirmer hat nicht nur bereits fünf Mal das Spiel auf dem See dirigiert, er fungierte auch als Initiator und künstlerischer Berater des Soundsystems BOA (Bregenz Open Acoustics). Bei Tosca hat er 2007/08 neue Maßstäbe der klanglichen Gestaltung auf der Seebühne gesetzt. Im Interview spricht er über Revolution und Musik, Gebrüll am Handy und die Pläne für André Chénier.

Interview Keith Warner  (PDF, 238 KB)
© Bregenzer Festspiele / Babette Karner

Als Jugendlicher wollte der britische Regisseur Keith Warner eigentlich Schauspieler werden, doch dann hat er erkannt, dass der Regisseur die Fäden in der Hand hält. Im Interview spricht er über Idealismus und Revolution, die Bedeutung von André Chénier und darüber, dass es sinnlos und gefährlich ist, für seine Überzeugungen wissentlich mit dem Kopf gegen die Wand zu rennen.

Interview David Fielding  (PDF, 117 KB)
© Bregenzer Festspiele / Axel Renner

Beim Blick auf den Bodensee kam ihm die Erleuchtung auf seiner Suche nach der idealen Opernkulisse: Der britische Bühnenbildner David Fielding entwarf für die Bregenzer Festspiele das Bühnenbild zu André Chénier. Im Interview spricht er über quakende Enten, den 60-Tonnen-Kopf der Seebühne und seinen eigenen, der voller Ideen steckt.

Extrablatt Mai 2011  (PDF, 3 MB)
© Bregenzer Festspiele
Extrablatt August 2011  (PDF, 1 MB)
© Bregenzer Festspiele
Perücken wie Zuckerwatte  (PDF, 718 KB)
© Bregenzer Festspiele / Babette Karner

Imposante Barockperücken hat Kostümbildnerin Constance Hoffman für das Spiel auf dem See André Chénier entworfen. Umgesetzt werden die Ideen der Künstlerin im Atelier von Jan Vágner in Zürich: Gemeinsam mit seiner Partnerin Yvonne entwirft der gebürtige Prager Drahtgestelle, bastelt Schwäne und sorgt dafür, dass Eierschalen richtig glitzern.

Bühnenaufbau André Chénier  (PDF, 1 MB)
© Bregenzer Festspiele / Babette Karner

Noch ist das Bühnenbild für André Chénier nicht fertig gestellt, gewissen Ähnlichkeiten zu Davids Revolutionsgemälde "Der Tod des Marat" aber bereits zu erkennen.

Audioclips

Audio-Trailer André Chénier  (MP3, 19 MB)

© Bregenzer Festspiele/all4radio