Kritikenspiegel "Aida"
Pressestimmen zum Spiel auf dem See
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Stand: 26.7.2010
Wiener Zeitung
Spektakulär, aufwendig und mutig ist Vicks Version allemal. Ebenso eindrucksvoll, aber weniger rätselhaft präsentierte sich die Bregenzer Soundanlage, die von Jahr zu Jahr eine ausgewogeneres Klangbild liefert. [...] poetisch kraftvollem, bis zu den Knöcheln im See getanztem Wasserballett. [...]
für die Innen-Fassung hat Vick seine Inszenierung sehr ästhetisch und schlicht reduziert. [...] Im Vergleich zum Vorjahr bot die musikalische Seite der Produktion noch eine Steigerung. Carlo Rizzi und die Wiener Symphoniker realisierten einen facettenreichen Verdi mit großen Bögen, aber über weite Strecken kitsch- und klischeefrei. [...] Das Bregenzer Spiel auf dem See ist trotz eines nicht unproblematischen Regiekonzeptes auch 2010 die qualitätsvollste unter den Open-Air-Opernproduktionen.
Weltexpress, Berlin
[...] im Opernhaus konnte man hören, dass die Sänger auch ohne Verstärkung wundervoll sangen. [...] Und natürlich ist für den Besucher, der von weither anreist, der von Graham Vick ausgedachte und die technischen Möglichkeiten dieser Seebühne ausnutzende Opernschluß schon überirdisch eindrucksvoll.. [...] diese Aufführung auf der Bregenzer Seebühne, die nur noch dieses Jahr zu bestaunen ist, lohnt den Besuch auf jeden Fall.
Kurier, Wien
Die monumentale Aida ist auf die Seebühne der Bregenzer Festspiele zurück gekehrt. [...] der Sound war nicht verwässert: Maria José Siri als Premieren-Aida und Arnold Rawls als Radames badeten im gut gemischten Lautsprecher-Klangteppich der Wiener Symphoniker unter Carlo Rizzi. [...] Unter mancher Regenhaut stieß ein „Bravo“ hervor.
Kronenzeitung, Wien
Eindrucksvolle Stimmen, kraftvoll-lautes Musizieren und eine Inszenierung, die den schönen Bilderbogen abseits altägyptischer Bilderformeln sucht [...] Die Leistungen von Maria José Siri (Aida), Arnold Rawls (Radames), Bradley Garvin (König von Ägypten). Iano Tamar (Amneris), Tigran Martirossian (Ramphis) und Quinn Kelsey (Amonasro) beeindruckten durch starken Einsatz der Stimmmittel und Dramatik.
Österreich, Wien
Im dritten Akt musste die Oper unterbrochen werden. Trotzdem gab es Beifall. [...] Das Bühnenbild auf der Seebühne ist wie schon im Vorjahr gewaltig.
Südkurier, Konstanz
Alles ist perfekt an dieser Inszenierung von Verdis Aida auf der Bregenzer Seebühne. Ein atemberaubendes Bilder-Spektakel, ein flott aufspielendes Festspielorchester, kraftvolle Sänger, ein stimmiger Opernchor und sogar eine Wasser-Choreografie im Bodensee. Das gibt es nur in Bregenz.
Schwäbische Zeitung, Leutkirch
[…] im Vergleich zum vergangenen Jahr läuft alles viel runder.
Allgäuer Zeitung, Augsburg
Dank intensiver Personenregie berührt die unheilvolle Liebesgeschichte auch auf dieser riesigen Bühne.
Badische Zeitung, Freiburg
Oper als großes Ausstattungstheater oder – neudeutsch – Event; mit breiten Interpretationsspielräumen und jener Prise Show, die die Seebühne Bregenz von anderen Opernhäusern unterscheidet.
Südwestpresse, Ulm
Die Bodensee-Aida ist auf Paul Browns monumentaler Puzzle-Bühne – mit einer zerlegten und teils wieder zusammengefügten Freiheitsstatue als Kulturkampf-Symbol im altägyptischen Polizeistaat […] immer noch ganz großes Kino für die Opernbühne.
Süddeutsche Zeitung Online, München
Es ist ein nach wie vor faszinierendes Bühnenbild von Paul Brown mit einer zerstörten Kolossalstatue im Zentrum, die sowohl Macht als auch Vergänglichkeit symbolisiert. […] Auf Hebebühnen unter der Wasseroberfläche lässt Regisseur Graham Vick all seine Kunst und Können spielen: Ständig schlägt Vick eine Brücke zwischen Antike und Gegenwart. […] Es ist ein Spektakel, das die Historizität der Oper in die Wirklichkeit zerrt. Ein großes Erlebnis. Großes Kino. […] Herauszuheben sind neben Maria José Siri als Aida (Sopran), Iano Tamar als Amneris, die Tochter des ägyptischen Königs (Mezzosopran), und der Tenor Arnold Rawls als Radames. […] Aida ist einfach DIE "Open-Air-Oper" und zieht ein Massenpublikum an.
Austria Presseagentur, Bregenz, Wien
Die gegenüber dem Vorjahr fast durchwegs neuen Premierenbesetzungen konnten sich draußen wie drinnen stimmlich gut in Szene setzen. In der Titelrolle als Aida debütierte Maria Jose Siri, als Radames machte Arnold Rawls gute Tenor-Figur, Iano Tamar verkörperte wie im Vorjahr eine exaltierte Prinzessin Amneris, Aidas Vater Amonasro wurde von Quinn Kelsey verkörpert. Vokal bemerkenswert außerdem Bradley Garvin als Pharao oder Tigran Martirossian als Oberpriester Ramphis.
Vorarlberger Nachrichten, Schwarzach
Aida wurde in der Tat klargewaschen
Man gewinnt den Eindruck, dass da und dort an den Kostümen gearbeitet wurde. Die Farben treten etwas stärker zu Tage bzw. leuchten in die Nacht hinaus, die Kräne als Bestandteil der Inszenierung sind dafür etwas leiser geworden. [...] Das Grelle wird zum Glanzvollen und kann so exakt wahrgenommen werden, dass das Premierenpublikum immer wieder Szenen- bzw. Auftrittsapplaus spendet. Er gilt vor allem Aida, aber etwa auch den Duett- und Quartett-Leistungen. Dass das Publikum sie überhaupt würdigen kann, bestätigt die gute Seebühnen-Akustik. Mit sehr schöner, klarer Sprache agieren Quinn Kelsey als Amonasro, die Priesterin (Elisabetta Martorana) und Tigran Martirossian als Oberpriester. [...] Es gibt nach wie vor viel Show, aber Aida verkommt nicht zu dieser. Selten hat ein Regie-Team den See derart genutzt wie Graham Vick und Paul Brown. Schön, dass nun auch noch etwas stärker zum Tragen kommt, dass ein Ort der eigentlichen Handlung das Nilufer ist.
Die Presse, Wien
Die Besitzer von "Hauskarten" übersiedelten in das Festspielhaus und erlebten dort den Schluss der Oper in der vergleichsweise schlichten Indoor-Version. [...] überwiegend zufrieden und sparten nicht mit Szenenapplaus.
ORF, Ö1, Wien
Die gesanglichen Leistungen, trotz strömenden Regens, und die Musik der Wiener Symphoniker kamen beim Publikum gut an und wurden mit häufigem Szenenapplaus belohnt.
ORF Vorarlberg, Dornbirn
Nicht mit Szenenapplaus gespart [...] Vick und Brown verwenden den Bodensee nicht nur als Kulisse, sondern als Teil der Inszenierung.
Stefan Hoffmann im ORF Interview (22. Juli) ORF Vorarlberg, Dornbirn
Sehr spektakulär [...] sehr einmalig. Das kann man tatsächlich nur auf der Seebühne so machen.
Glenn Loney von "Entertainment Design" im ORF Interview (22. Juli), ORF Vorarlberg, Dornbirn
So viel zu sehen. Man kann fast vergessen, um was es geht. So viel Bewegung auf der Bühne. [...] Die Musik ist fabelhaft, wunderschön gesungen. [...] in Bregenz ist alles möglich.
Charles E. Ritterbrand von der Neuen Zürcher Zeitung im ORF Interview (22. Juli), ORF Vorarlberg, Dornbirn
[...] Musikalisch kann ich nur allerhöchste Begeisterung aussprechen. [...] absolut gigantisch [...] ich kann mich nur tief verbeugen vor den Sängern. Sie waren hervorragend, und das Orchester auch.
Deutsche Presseagentur, Hamburg
[...] Die Premiere der Wiederaufnahme von Verdis Oper Aida auf der Seebühne ist am Donnerstagabend teilweise ins Wasser gefallen. [...] Der guten Stimmung hat es aber keinen Abbruch getan.
Österreich, oe24.at, Wien
aufgefrischten Inszenierung [...] famose Sängerleistungen [...] Szenenapplaus.
Oberösterreichische Nachrichten, Linz
Die Wiener Symphoniker spielten unter Carlo Rizzi, der Verdis Partitur im kleinen Finger zu haben schien, klangschön und wussten ideal auf die doch weit entfernten Sänger zu reagieren. [...] Der Prager Philharmonische Chor und der Bregenzer Festspielchor leisteten, wenn auch kaum sichtbar, Beachtliches.
St. Galler Tagblatt
Eines war nach dem Abbruch wieder einmal erwiesen: Sängerinnen und Sänger, die sich auf die Bregenzer Seebühne wagen, dürfen keine Hypochonder sein. Aida (María José Siri) war in jedem Moment – ob mit oder ohne Regen – mit jeder Faser ihres Körpers in ihrer Rolle. Der Stimmansatz zu Pianissimi selbst in höchsten Lagen sass perfekt. Die Stimmführung der Uruguayerin blieb trotz ständiger Wetterkapriolen präzis und schnörkellos, sie rutschte nie weg.
RSA Radio, Kempten
Die Wiederaufnahme von Giuseppe Verdis Oper Aida feierte am Abend eine gelungene Premiere. [...] Begeisterung war unter den Premierenbesuchern allerdings spürbar.
Liechtensteiner Volksblatt, Vaduz
Ein pompöses Bühnenbild, zwei stimmgewaltige, leidende Königstöchter ... [...] Gänzlich unbeeindruckt von den Wetterverhältnissen zeigten sich die Darsteller auf der Bühne, von denen Regisseur Graham Vick auch dieses Jahr einiges abverlangt. [...] Spektakuläre Effekte und Einlagen – der große Elefant, der die besiegten Äthiopier bringt, durfte natürlich nicht fehlen – vervollständigten das spektakuläre Spiel auf dem See. [...] Die Liebenden wurden im Tode vereint und das Publikum applaudierte begeistert.
Schwäbische Zeitung, Leutkirch
Iano Tamar ist eine dramatische Königstochter, María José Siri eine berührende Aida, Arnold Rawls ein in den Höhen strahlender Radames. Stark auch die Könige – Bradley Garvin als der von Ägypten und Quinn Kelsey als Amonasro aus Äthiopien. Glockenhell kommt der Gesang der Priesterin von Elisabetta Martorana und dunkel dräuend der des Ramphis von Tigran Martirossian.
Esslinger Zeitung
Carlo Rizzi vollends führt die Wiener Symphoniker zu einem rhythmisch wunderbar prägnanten Klang. Den dramatischen Eruptionen wird ebenso Transparenz zuteil wie den entrückten Seelenwinkeln der vielschichtigen Partitur.
Ludwigsburger Kreiszeitung
Carlos Rizzi hat, bei exzellenter Tonqualität der phänomenalen Bregenzer „Sound Systems“, Verdis Partitur flüssig, farbig und dramatisch dirigiert.
Ticket, St. Pölten
In einer atemberaubenden Inszenierung von Giuseppe Verdis monumentaler Oper Aida wird die unglückliche Liebesgeschichte zwischen der äthiopischen Prinzessin Aida und dem ägyptischen Feldherrn Radames noch bis 22. August gezeigt.


