Aida
Eigenwillige Wüstenoper begeistert im und am Bodensee
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Aida von Giuseppe Verdi
Regisseur Graham Vick und Bühnenbildner Paul Brown haben Verdis monumentale Wüstenoper Aida am Bodensee im Sommer 2009 kurzerhand ins Wasser versetzt und mit ihrer eigenwilligen Interpretation Besucher und Kritiker begeistert. Aida ist auch im Sommer 2010 wieder am Bodensee zu sehen, Premiere ist am 22. Juli 2010.
Sänger im Wasser
Vick und Brown war es ein großes Anliegen, den Bodensee für Aida nicht nur als grandiose Kulisse, sondern als integralen Bestandteil der Inszenierung zu nutzen: Schließlich liegt und lebt Ägypten seit Jahrtausenden am Nil. Sie erschufen Schiffe und Plattformen, Bühnenteile, die sich aus dem Wasser erheben, Auftrittsorte für Sänger, Choristen und Statisten, die nicht nur am, sondern stellenweise auch im Wasser liegen.
Die aus Teilen einer zerborstenen Statue bestehende Bühne am Bodensee wird mittels zweier riesiger Kräne allabendlich vor den Augen des Publikums zusammengesetzt – was im Sommer 2009 nicht nur knapp 200.000 Besucher, sondern auch die Kritiker begeisterte: „Man fragt nicht, man staunt, und wird von der Wucht der live und gigantoman sich zusammensetzenden Opernbilder bezaubert und überwältigt“, hieß es etwa in der Zeitung „Die Welt“.
Eine Oper der Superlative
Die unglückliche Liebesgeschichte zwischen der äthiopischen Prinzessin Aida – einst als Sklavin an den Nil verschleppt – und dem ägyptischen Feldherrn Radames begeisterte schon bei der Premiere 1871 in Kairo das Publikum. Seitdem ist sie zu einem der beliebtesten und meistgespielten Werke der Opernliteratur avanciert.
Verdi hatte Aida von Anfang an als eine Oper der Superlative konzipiert, die alle Elemente der Gattung perfekt in sich vereint: Prunkvolle Chorszenen und mitreißende Marschrhythmen, lyrische Naturschilderungen, prächtige Arien und romantische Duette stehen harmonisch nebeneinander, in ihrer Wirkung noch vertieft durch das exotische Kolorit der Musik. Der bekannte Triumphmarsch mit seinen schmetternden Fanfaren und prächtigen Chören markiert musikalisch wie szenisch einen der Höhepunkte der "Großen Italienischen Oper".
Liebe bis in den Tod
Lebendig eingemauert als Strafe für ihre Liebe und seinen Verrat – so enden die schöne Aida und der stolze Radames. Ein Tod, wie er erbarmungsloser nicht sein könnte, und doch ein Ende erfüllt von Klängen, die das grausame Schicksal, das die beiden erwartet, nicht ahnen lassen. Denn genau in diesem Moment erhebt sich der Schlussgesang "O terra addio, addio valle di pianti" – "Leb wohl, o Erde, o du Tal der Tränen" – so zart, so rein, so lichterfüllt und strahlend, als könne nichts und niemand dieser Liebe etwas anhaben. Der gemeinsame Tod trägt Aida und Radames hinfort, ein letztes Mal vereint in ewiger Umarmung.
Große Leidenschaften, tragische Konflikte
Dass er auf Puccini wieder Verdi folgen lasse, habe triftige Gründe, erklärt Intendant David Pountney: "Es kommt natürlich nicht von ungefähr, dass ich mich entschlossen habe, nach Tosca wieder eine Oper von Giuseppe Verdi auf die Seebühne zu bringen. Denn sie ist einfach ein grandioser Ort für all das, was dieser Komponist am besten beherrschte: große Leidenschaften und tragische Konflikte in mitreißende Musik zu verwandeln. Aber Aida ist auch eine sehr moderne Parabel über Nationalismus, Kriegslust und Feindeshass und ein Stück, das zeigt, dass es in einem Krieg nur Verlierer geben kann."
Einzigartige Verdi-Serie
David Pountney selbst hat mit seiner packenden, begeistert aufgenommenen Inszenierung von Verdis Nabucco in den Sommern 1993 und 1994 die einzigartige Serie von Aufführungen dieses Komponisten auf der Seebühne begründet. Spätestens seit das Bild des Maskenballs mit seinem im Buch des Lebens blätternden Skelett 1999 um die Welt ging, war klar, dass die Bregenzer Seebühne und Giuseppe Verdi perfekt zueinander passen: Die Atmosphäre und Umgebung des Spiels auf dem See scheint wie geschaffen für die Werke des berühmten Italieners, die mit ihren großen Chören, feierlichen Massenszenen und dramatischen Duetten schon immer dieser großen Bühne mit ihren imposanten Bühnenskulpturen zugedacht gewesen zu sein scheinen.
Ein Italiener, drei Briten – und ein erfahrener Seebühnen-Profi
Die musikalische Leitung von Aida liegt beim italienischen Dirigenten Carlo Rizzi, es inszeniert der bekannte britische Regisseur Graham Vick, die Ausstattung stammt von seinem Landsmann Paul Brown. Für die Choreographie zeichnet Ron Howell verantwortlich und für das Licht der bereits mehrfach "seebühnenerprobte" Wolfgang Göbbel.
© Babette Karner
Spiel auf dem See
Giuseppe Verdi
Aida
Premiere: 22. Juli 2010 - 21.15 Uhr
Weitere Aufführungen:
23., 24., 25., 27., 29., 30. und 31. Juli - 21.15 Uhr
1., 3., 4., 5., 6., 7., 8., 11., 12., 13., 14., 15., 17., 18., 19., 20., 21., und 22. August - 21.00 Uhr
Seebühne/Festspielhaus
Musikalische Leitung: Carlo Rizzi, Gareth Jones
Inszenierung: Graham Vick
Bühne & Kostüme: Paul Brown
Choreographie: Ron Howell
Licht: Wolfgang Göbbel
Akustik: Wolfgang Fritz
Chorleitung: Lukáš Vasilek
Chorleitung Bregenzer Festspielchor: Benjamin Lack
Wiener Symphoniker
Prager Philharmonischer Chor
Bregenzer Festspielchor
Bühnenmusik: Kooperation mit dem Vorarlberger Landeskonservatorium
Tänzer
Akteure
Stunt Performers: VIPstuntcam
Preise So - Do: EUR 272*/190*/112*/90/70/48/28
Preise Fr & Sa: EUR 288*/205*/132*/110/90/70/48
Einen detaillierten Sitzplan der Seebühne finden Sie in unserem Prospekt oder unter
www.bregenzerfestspiele.com
*Karten dieser Kategorien sind bei Absage oder einer Spielzeit der Seeaufführung unter 90 Minuten für die halbszenische Version von Aida im Festspielhaus gültig und werden nicht rückerstattet.
Karten aller anderen Kategorien sind nur für die Aufführung auf der Seebühne gültig. Bei einer Verlegung der Aufführung ins Festspielhaus erhalten Besitzer dieser Karten dann den Kartenwert rückerstattet (oder Umtausch auf einen späteren Termin), wenn die Aufführung auf der Seebühne nicht bzw. kürzer als 60 Minuten gespielt worden ist.
Die Bregenzer Festspiele sind bemüht, die Vorstellung auch bei zweifelhafter Witterung auf der Seebühne abzuhalten und weisen darauf hin, dass gegebenenfalls auch bei Regen gespielt wird bzw. es zur Verzögerung des Beginns oder zu Unterbrechungen kommen kann. Wir empfehlen unseren Gästen daher, warmer und regenfester Kleidung den Vorzug zu geben und auf Regenschirme zu verzichten, da diese die Sicht beeinträchtigen.
Videos
© Bregenzer Festspiele
Dokumente
© Bregenzer Festspiele
© Bregenzer Festspiele/ Babette Karner
Für Aida entsteht am Bodensee ein Bühnenbild, das erst während des Abends und vor den Augen der Zuschauer entstehen wird. Erste Vorboten waren im März zwei leuchtend blaue Füße.
© Bregenzer Festspiele / Babette Karner
Bereits im November 2008 fanden die ersten Tanzcastings für Aida mit Choreograph Ron Howell im Bregenzer Festspielhaus statt.
© Bregenzer Festspiele/ Babette Karner
Text zum Aida Bühnenbild - ein Bühnenbild, das vor den Augen der Zuschauer entsteht.
Audioclips
© Bregenzer Festspiele/all4radio
Audio Trailer zum Spiel auf dem See 2010 Aida.
© Bregenzer Festspiele / all4radio
Audio Trailer zum Spiel auf dem See 2009/2010



